Gesperrt oder deaktiviert: Was ist der Unterschied?

Wenn Google ein Unternehmensprofil einschränkt, gibt es zwei Stufen1. Ist das Profil gesperrt, verlieren Sie die Verwaltungsrechte – manchmal bleibt der Eintrag auf Google Maps sichtbar, manchmal verschwindet er ganz. Ist es deaktiviert, wird es öffentlich überhaupt nicht mehr angezeigt. Legen Sie in beiden Fällen keinesfalls ein zweites Profil an: Das Duplikat wird ebenfalls blockiert und verzögert die Freischaltung1.

Die fünf häufigsten Gründe für eine Sperrung

Google nennt in seiner E-Mail fast nie den genauen Verstoß. Prüfen Sie Ihr Profil vor dem Einspruch anhand der offiziellen Richtlinien1:

  • Keywords im Unternehmensnamen: Zusätze wie „Müller Sanitär – 24h Notdienst Klempner Berlin“ statt „Müller Sanitär GmbH“ verstoßen gegen die Richtlinien. Der Name muss exakt mit Ihrer Beschilderung und dem Handelsregister bzw. der Gewerbeanmeldung übereinstimmen.
  • Postfächer oder virtuelle Büros: Coworking-Postadressen ohne eigenes Personal vor Ort sind unzulässig. Wenn Sie Kunden ausschließlich vor Ort besuchen, müssen Sie Ihre Straßenadresse ausblenden und stattdessen ein Einzugsgebiet angeben.
  • Viele Änderungen innerhalb weniger Minuten: Wer Name, Hauptkategorie, Telefonnummer und Website gleichzeitig ändert, löst oft eine automatische Sicherheitsprüfung aus.
  • Mehrere Profile an derselben Adresse: Zwei Einträge für dasselbe Unternehmen unter derselben Anschrift führen regelmäßig zur Sperrung.
  • Verstöße bei Bewertungen: Rabatte, Geschenke oder Gewinnspiele (Glücksrad) als Gegenleistung für Bewertungen verstoßen gegen die Google-Richtlinien2 und können Profileinschränkungen nach sich ziehen3. Mehr dazu in unserem Leitfaden für mehr Google-Bewertungen ohne Regelverstoß.

Unterlagen vorbereiten, bevor Sie das Einspruchstool öffnen

Sobald Sie den Einspruch in Googles offiziellem Tool starten, läuft ein begrenztes Zeitfenster für den Upload Ihrer Nachweise1. Legen Sie diese Dokumente vorab bereit:

  1. Gewerbeanmeldung oder Handelsregisterauszug mit exaktem Firmennamen und Anschrift.
  2. Aktuelle Versorgerrechnung (Strom, Wasser, Festnetz/Internet) oder Mietvertrag auf dieselbe Adresse.
  3. Scharfe Fotos der Außenbeschilderung von der Straße aus sowie des Innenraums (oder Ihres beschrifteten Firmenfahrzeugs bei Handwerksbetrieben ohne Ladenlokal).

So reichen Sie den Einspruch erfolgreich ein

Korrigieren Sie zuerst alle Richtlinienverstöße direkt im Profil (überflüssige Keywords aus dem Namen entfernen, Adresse anpassen), wie in unserer Google-Profil-Checkliste beschrieben. Öffnen Sie anschließend das offizielle Google-Einspruchstool1, wählen Sie Ihren Betrieb aus und laden Sie alle Belege gesammelt hoch. Senden Sie nur einen Antrag – Mehrfach-Tickets verzögern die Bearbeitung.

Was tun, wenn nach der Freischaltung Bewertungen fehlen?

Nach der Wiederherstellung kann es mehrere Tage dauern, bis alte Bewertungen wieder erscheinen4. Fehlen sie nach einer Woche noch immer, antworten Sie direkt auf die Bestätigungs-E-Mail des Google-Supports. Alle Details finden Sie in unserem Ratgeber zu fehlenden Google-Bewertungen.